Das Gebäude Rössligasse 46 wirkt heute als isoliertes Relikt einer vergangenen landwirtschaftlichen Nutzung. Seine eigenartige Gestalt ist allein von der Baugeschichte her verständlich. Das ursprünglich zur Liegenschaft Rössligasse 50 gehörende Ökonomiegebäude entstand wahrscheinlich Anfang 18. Jahrhundert und enthielt zeitweise eine Wagnerwerkstatt. 1896 wurde es als eigene Parzelle abgetrennt. Ab 1900 war es im Besitz der Gemeinde, die es bis 1927 als Stall für Zuchtstiere nutzte. Daraus leitete sich der damals gebräuchliche Name Farrenstall ab.
1933 musste die strassenseitige Fassade auf eine neue Baulinie zurückgesetzt werden. Dies führte zu den heutigen versetzten Fassadenabschnitten. Gleichzeitig wurde der Baukörper zur rückwärtigen Parzellengrenze hin erweitert.
Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 5.2.2026
Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S 210f.