
Die Musikerin und Schriftstellerin Monika Largiadèr-Linder wohnte ab 1921 in Riehen. Sie arbeitete als Orchestermusikerin und erteilte Geigen- und Klavierunterricht. Eine Auswahl ihrer Gedichte und ein Bericht aus ihrer Jugend erschienen in Buchform.
Tochter des Karl Friedrich Linder (Pfarrer; 1861–1931) und der Gertrud (Tulita), geborene Tanner (1868–1935). Heirat 1935 mit Fritz (Friedrich Hermann) Largiadèr (dipl. Architekt SWB/SIA; 1898–1980). Eine Tochter und ein Sohn, Philipp Largiadèr-Hoogenboom (Grafiker; 1936–2011).
Monika Linder wurde geboren am 23. März 1899 in Stein, Kanton Sankt Gallen, wo ihr aus Basel stammender Vater als Pfarrer wirkte. Sie wuchs mit vier Schwestern auf. 1907 zog die Familie nach St. Gallen.
Nach Abschluss ihrer Schulzeit kam Monika Linder 1916 nach Basel, um am Konservatorium Geige, Klavier und Musikpädagogik zu studieren. Sie wurde Berufsmusikerin und spielte Violine im Orchester der Basler Orchester-Gesellschaft BOG und im Basler Kammerorchester, das 1926 von Paul Sacher gegründet wurde. Ab 1921 wohnte sie mit ihren Eltern in Riehen im Neuen Meierhof am Erlensträsschen 7.
Am 18. Dezember 1935 heiratete Monika Linder in Erlenbach, Kanton Zürich, den Architekten Fritz Largiadèr und bezog anschliessend mit ihm das Haus Erlensträsschen 37, das im gleichen Jahr von ihrer inzwischen verwitweten Mutter gekauft worden war. Das Wohnhaus wurde von Fritz Largiadèr, der an der ETH Zürich bei Karl Moser studiert und anschliessend ein Architekturbüro in Erlenbach betrieben hatte, umgebaut und im Dachstock eine Wohnung für Monika Largiadèr-Linders Schwester Margrith eingebaut. Im Parterre befand sich das Architekturbüro Largiadèr.
1936 kam ihr Sohn und 1939 ihre Tochter zur Welt.
Monika Largiadèr-Linder erteilte nach ihrer Hochzeit Geigen- und Klavierunterricht. Zudem schrieb sie Kurzgeschichten aus ihrem Leben und publizierte zwei Gedichtbändchen. Daneben veröffentlichte sie Gedichte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Im November 1952 erschienen in der Riehener Zeitung mehrere Beiträge über ihre Erlebnisse in Mexiko, wo ihre Mutter geboren worden war und wo sie selbst sich 1950/51 während eines halben Jahres bei ihrer Schwester Luisa de Martinez-Linder aufgehalten hatte.
Ihre letzten zwei Lebensjahre verbrachte Monika Largiadèr-Linder im Alters- und Pflegeheim Dominikushaus. Sie starb am 16. August 1982 im Claraspital in Basel.
Autorin / Autor: Caroline Schachenmann | Zuletzt aktualisiert am 22.12.2025
Hab lieb dein Schicksal. Gedichte. Riehen o.J. [1971]
Wie ich meine Grossmutter erlebte. Riehen 1977.
Pflücke den Tag. Gedichte. Riehen 1979.
Eine indianische Familie. In: Riehener Zeitung 14.11.1952.
Ein Sonntagskonzert auf dem Zocalo. In: Riehener Zeitung 21.11.1952.
Ein Gang durch die Strassen Oaxacas. In: Riehener Zeitung, 11.12. und 18.12.1953.
Fahrt nach der «Hazienda blanca». In: Riehener Zeitung, 01.08.1958.
Schudel, Samuel: Vom Kettenackerverein zu den Autorenabenden. In: Jahrbuch z’Rieche 1976. S. 57–62, hier S. 60 f. (Lesung an einem Autorenabend in Riehen)