
Der Ende 17. Jahrhundert erstmals fassbare Bauernhof bildete zeitweise eine Besitzeinheit mit den benachbarten Liegenschaften Rössligasse 8 und 12. 1750 wurde ein Teil, die heutige Parzelle Rössligasse 12, abgetrennt. Von 1789 bis 1816 praktizierte hier der Barbier und Chirurg Johann Jakob Weissenberger, dessen Frau Ursula, geborene Wuga, als Dorfhebamme tätig war.
1836 zerstörte ein im Nachbargebäude Rössligasse 8 ausgebrochener Brand auch dieses Haus. Zwei Jahre später wurde ein neues Haus mit Balkenkeller und Stall errichtet. Von 1844 bis mindestens 1880 wurde hier eine Spezereiwarenhandlung geführt, von 1914 bis 1961 eine Drogerie. Bei einem Umbau im Jahr 1963 wurde auch das Erdgeschoss für Wohnzwecke eingerichtet, seither erfuhr das Haus keine wesentlichen Veränderungen mehr.
Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 26.1.2026
Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S. 168f.