Die Liegenschaft Baselstrasse 54 entstand um 1665 durch die Abparzellierung der Grossparzelle Baselstrasse 50–54. Sie lag rückwärtig zum Grundstück Baselstrasse 52 und war von der Baselstrasse her über einen Durchgang zwischen dessen Wirtschaftsgebäude und Wohnhaus erschlossen. Flächenmässig war sie deutlich grösser als die benachbarte Parzelle. Das Wohnhaus stand im Winkel der Rückseite des Wohnhauses Baselstrasse 52 und dem Wirtschaftsbereich von Baselstrasse 50. Auf der anderen Seite der Zufahrt befanden sich mehrere ebenfalls zur Liegenschaft gehörende Nebengebäude.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde eines dieser Nebengebäude zu einem zweiten Wohnhaus ausgebaut. 1865 erfuhren beide Häuser eine bauliche Aufwertung.
Die Besitzer waren bis ins frühe 19. Jahrhundert wohlhabende Bauern. Ab 1829 bestand hier eine Wagnerwerkstatt, ab 1905 eine Schneiderei.
1954 ebnete der Verkauf an den Besitzer von Baselstrasse 52 die Neuüberbauung mit dem heutigen Gebäude Schopfgässchen 2 / Baselstrasse 52.
Autorin / Autor: Felix Ackermann | Zuletzt aktualisiert am 5.2.2026
Kaspar, Albin et al.: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft IV. Riehen 2022. S. 149f.