Baselstrasse 31

Das frühere Bauernhaus an der Einmündung der Kirchstrasse in die Baselstrasse ist 1503 erstmals erwähnt. Im Jahr 1982 wurde es letztmals umgebaut.

Der im historischen Dorfkern von Riehen gelegene frühere Bauernhof mit der heutigen Adresse Baselstrasse 31 wurde 1503 als «hus und hoff» erstmals schriftlich erwähnt. Benannt ist er nach einer Linde, die bis ins 19. Jahrhundert zwischen dem Haus und der Kirche stand.

Wohlhabende Familien der Riehener Oberschicht prägen die Besitzergeschichte des Hauses. Die heutige Gestalt des Gebäudes geht auf einen Umbau von 1779 zurück, veranlasst durch den damaligen Besitzer Johannes Singeisen. Dessen Sohn Theobald Singeisen betrieb hier ab 1788 eine Arztpraxis.

Johannes Wenk-Unholz übernahm die Liegenschaft 1870 und nutzte sie bis zu seinem Tod als Landwirtschaftsbetrieb. Bis heute ist die Liegenschaft an der Baselstrasse 31 im Besitz seiner Nachfahren.

Bei einem Umbau 1910/11 erfuhren die Scheune und der Stall eine Umnutzung zu Wohn- und Bürozwecken. In der Folge war das Haus Standort der Kantonalbank, später des Blumengeschäfts Breitenstein, und 1931 zog zudem die Dorfapotheke von Bertha Brieden-Jundt (später St. Chrischona Apotheke) ins Erdgeschoss ein.

Die Initialen «N.W J.W» und die Jahreszahl im Türsturz verweisen auf einen weiteren Umbau im Jahr 1982 durch die Bauherren Niklaus Wenk-Mory und Johannes Wenk-Madoery. Damals erhielt das Haus auch die neue Adresse Baselstrasse 31.

Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 19.7.2022

Fakten

Baselstrasse 31, Hus by der Dorflinde
Baselstrasse 31, Kirchstrasse 1

Häuser in Riehen und ihre Bewohner

Artikel

Literatur

Häuser in Riehen und ihre Bewohner

Kaspar, Albin: Häuser in Riehen und ihre Bewohner. Heft III. Riehen 2000. S. 60–64.

Jahrbuch z’Rieche

Lehmann, Fritz: «Hus by der Dorflinde». In: Jahrbuch z’Rieche 1988. S. 5–18.

Minikus, Marlene: Die Apotheken in Riehen. In: Jahrbuch z’Rieche 1988. S. 41–47.

Teutsch, Friedrich: Theobald Singeisen – vom Bauernbub zum gelehrten Arzt. In: Jahrbuch z’Rieche 1988. S. 19–34.

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